Azubis im Bootsbau: ZU WENIG GELD-PENNEN IM ZELT

(04.09.2020)

Unter dem Motto "ZU WENIG GELD-PENNEN IM ZELT" machte die IG Metall mit den Auszubildenden zum Bootsbau vor dem Berufsschulzentrum auf dem Priwall in Lbeck eine Protestaktion. "Wir wollen ein Zeichen setzen, dass hier ausgebildet werden soll, ohne danach verschuldet ins Arbeitsleben zu starten," so Hanna Holler, Klassensprecherin im zweiten Ausbildungsjahr. "Die Kosten im Internat fr die Unterkunft mit Verpflegung in Hhe von 429,- ? mssen wir selber tragen, bei einer Ausbildungsvergtung von 311,- bis 518,- ? pro Monat. Das mssen viele einsparen, indem sie in Zelten leben und das ist nicht romantisch, sondern eine Notsituation", stellt Hanna klar. "Dieser Missstand," sicherte Christian Maack, stellvertretender Geschftsfhrer der Lbecker Handwerkskammer den zahlreich versammelten Auszubildenden zu, "muss behoben werden. Die Handwerkskammer setzt sich dafr ein." Da die eingeladenen Politiker mit Abwesenheit glnzten, haben die Auszubildenden gemeinsam mit der IG Metall beschlossen: Wenn die Politiker nicht zu uns kommen, kommen wir zu ihnen, zu der Landesregierung nach Kiel! "Grundstzlich wollen wir," fordert Henning Groskreutz, Erster Bevollmchtigter der IG Metall Lbeck-Wismar, "dass die Ausbildungsbetriebe die Kosten der Ausbildung zu tragen haben und wenn das in kleinen Betrieben finanziell nicht geht, muss die Landesregierung helfen."

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