Diskussionspapier IG Metall Kste

Gegen das Weiter-so - für einen neuen Aufbruch

(13.08.2020) Wir brauchen einen neuen Aufbruch - sozial, kologisch, demokratisch. Unsere Leitgedanken hierzu haben wir in einem Diskussionspapier niedergeschrieben. Der Mensch gehre bei allen berlegungen in den Mittelpunkt, sagt Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Kste. Daniel Friedrich, im Interview.

Das Diskussionspapier heit Gegen das Weiter-So ? Fr einen neuen Aufbruch. Warum der Titel?

Daniel Friedrich: Als die Politik im Mrz den Shutdown durchsetzte, war uns klar, dass die Corona-Krise die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft erfassen wrde. Da haben die Bevollmchtigten der Geschftsstellen zusammen mit der Bezirksleitung gesagt: Die grundstzlichen Fragen, die diese Krise aufwirft, mssen wir in einem Papier formulieren und mit den Mitgliedern diskutieren.

Was mssen wir denn diskutieren?

Friedrich: Klar ist: Die Corona-Krise darf nicht in einer beschftigungspolitischen Katastrophe enden. Die Arbeitgeber greifen tarifliche Standards an. Sie kndigen Entlassungen an oder wollen sogar Werke schlieen. Wir erwarten, dass diese Auseinandersetzungen im Herbst zunehmen. Unsere Antwort darauf kann nur Widerstand heien. Deshalb auch unsere Aktionswoche. Aber wir mssen auch die Rolle des Staates diskutieren. Der Staat muss investieren statt sich zurckhalten. Er muss die Lasten der Krise gerechter verteilen und die Vermgenden strker zur Verantwortung ziehen. Wir brauchen mehr Geld fr die Kommunen, fr die Schulen, fr die Kultur, fr Klimaschutz, fr das Gesundheitssystem und den Sozialstaat.

Der Staat hat bereits ein umfangreiches Konjunkturpaket geschnrt.

Friedrich: Ja, aber die Kmpfe um die Handlungsfhigkeit des Staates werden zunehmen. Es wird wieder Rufe aus der Wirtschaft nach dem freien Markt geben. Deshalb mssen wir uns jetzt einmischen. Beispiel Fairwandel: Auch nach der Krise bleibt eine Wirtschaftspolitik wichtig, die sozial, kologisch und konomisch nachhaltig ist. Gute und mit Tarifvertrgen abgesicherte Arbeitspltze mssen dabei der Mastab sein.

"Von alleine kommt die Zukunft nicht", sagst du in dem Papier. Was meinst du damit?


Friedrich: Wir knnen nur durchsetzungsstark bleiben, wenn wir gemeinsam klar haben, was unsere Ziele und Leitideen sind. Die Diskussion ber alle diese Leitgedanken ist erffnet. Ich kann nur jeden ermuntern, die Chance zu nutzen und sich zu beteiligen.

Das Interview ist in der Juli/August-Ausgabe der metallzeitung erschienen.

Das Diskussionspapier formuliert den Aufbruch zu einem handlungsfhigen Staat, einer zukunftsfhigen, klimafreundlichen Wirtschaft und einem solidarischen Europa. Es soll die Diskussion intern wie extern hierzu vorantreiben und wurde gemeinsam mit den Bevollmchtigten der IG Metall-Geschftsstellen im Bezirk geschrieben.

Fr die Diskussion und fr Anmerkungen gibt es in dem Papier gengend Raum. Es steht unterhalb des Textes zum Herunterladen bereit. Diskutiere mit! Bei deiner IG Metall vor Ort oder schicke uns eine E-Mail an bezirk.kueste@igmetall.de mit Anmerkungen zum Diskussionspapier.

:: Diskussionspapier IG Metall Kste als PDF (PDF | 742 KiB)



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