Krise trifft Frauen doppelt

Internationaler Frauentag 2021

(07.03.2021) Die Corona-Krise trifft Frauen besonders hart. Darauf weist die IG Metall Lübeck-Wismar anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März hin.

„Die Corona-Krise verschärft die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern. Frauen übernehmen den überwiegenden Teil der Haus- und Familienarbeit und reduzieren dafür ihre Arbeitszeit, wie unsere Beschäftigtenbefragung gezeigt hat. In vielen Fällen haben nur Kurzarbeit und Homeoffice Frauen davor bewahrt, ihre Arbeitszeit noch weiter reduzieren zu müssen“, sagt Carmen Rohlf, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Lübeck-Wismar.

Jetzt gelte es zu verhindern, dass die Krise zu einem Rückschritt der gleichstellungspolitischen Errungenschaften der vergangenen Jahre führt. „Es ist uns sehr wichtig, dass es während der pandemiebedingten Schließzeiten von Kitas und Schulen einen auskömmlichen Lohnersatz gibt. Das erweiterte Kinderkrankengeld kann hierzu beitragen. Erfolgreich waren wir als IG Metall darin, dass das Kurzarbeitergeld nicht die Ansprüche auf Elterngeld minimiert. Jetzt brauchen aber Regelungen, die für den gesamten Zeitraum der Pandemie tragen, um Eltern so viel Planungssicherheit zu geben wie möglich“, betonte Henning Groskreutz, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Lübeck-Wismar.

Generell sollten künftig alle politischen Planungen, Vorhaben und Finanzentscheidungen daraufhin geprüft werden, ob sie die Gleichstellung von Männern und Frauen vorantreiben. Groskreutz führt aus: „Die Ziele sind klar: Wir brauchen gleiches Entgelt für gleiche und gleichwertige Arbeit, mehr Frauen in Führungspositionen und eine partnerschaftliche Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit.“

„Ganz klar, mit Tarifverträgen kommen Frauen besser durch die Krise. Sie verdienen mehr Geld und das Kurzarbeitergeld beispielsweise wird in tarifgebundenen Betrieben aufgestockt!“ so der/die Gewerkschafter*in. „Der diesjährige internationale Frauentag liegt in der heißen Phase unserer Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie. Alle Beschäftigten und insbesondere die Frauen geben in der Krise ihr Bestes. Eine finanzielle Anerkennung ihrer Leistungen gibt es bislang nicht. Dafür kämpfen wir.“ In der jetzigen Tarifrunde geht es um ein Zukunftspaket für die 3,8 Millionen Beschäftigten und die Betriebe. Durch die vorgeschlagene 4-Tage Woche werde Vereinbarkeit gefördert und zugleich garantiert, dass alle Beschäftigten an Bord gehalten könnten.

„Ein großer Dank gilt den Betriebsrät*innen, die gerade in der Krise eine tragende Säule für alle Beschäftigten sind. Ihren besonderen Stellenwert hat nicht zuletzt unsere Beschäftigtenbefragung verdeutlicht. Jetzt gilt es ihre Rechte zu stärken, um etwa beim Einsatz für gute Arbeitszeitregelungen mit den Arbeitgebern im Sinne der Beschäftigten verhandeln zu können“, sagt Carmen Rohlf.



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