Tarifrunde in der Metall- Elektroindustrie geht in die heiße Phase

Warnstreik in Lübeck bei Gabler Maschinenbau

(04.03.2021) Über 60 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich am heutigen Warnstreik in Lübeck


Nachdem die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag im Bezirk Küste bisher leider erfolglos verlaufenen sind, legten heute über 60 Beschäftigte bei Gabler Maschinenbau in Lübeck für eine Stunde die Arbeit nieder. Es geht darum ein deutliches Zeichen zu setzen, dass wir uns nicht mit einer „Nullrunde“ abspeisen lassen, erklärte Henning Groskreutz, 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Lübeck Wismar. Er erklärte, dass so viele Beschäftigte trotz umfangreicher Hygieneauflagen und „Homeoffice“ dem Warnstreikaufruf der IG Metall gefolgt sind, zeigt, dass die Unterstützung für die Forderungen groß ist.

Die IG Metall strebt einen tariflichen Rahmen an, der ein Entgeltvolumen umfasst, das zur Erhöhung der Einkommen und in Betrieben mit Beschäftigungsproblemen zum Ausgleich von Einkommensverlusten beiträgt, wenn dort Arbeitszeit reduziert wird, etwa in Form der 4-Tage-Woche.

„Mit Zukunftstarifverträgen wollen wir passgenaue betriebliche Lösungen finden, um Standorte, Beschäftigung und Qualifizierung zu erhalten“, erklärte Carmen Rohlf, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Lübeck-Wismar. Weitere Redner:innen aus den Betrieben waren Kerstin Soltau, von der Firma Gabler Thermoform und Thomas Schuppenhauer von den Lübecker Kunststoffwerken.