Metall- und Elektroindustrie: Groes Interesse an zustzlichen freien Tagen

IG Metall Kste wchst weiter und nimmt 13.400 neue Mitglieder auf

(28.05.2019) Mehr Angestellte, mehr Jugendliche, mehr Auszubildende und mehr Frauen: Die Zahl der Mitglieder ist im IG Metall Bezirk Kste auf den neuen Hchststand von 182.400 gestiegen. Das sind 1000 mehr als ein Jahr zuvor (+ 0,6 Prozent). 2018 war das fnfte Jahr in Folge mit einer positiven Mitgliederentwicklung der Gewerkschaft im Bezirk Kste, zu dem 16 Geschftsstellen in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein gehren.

(Foto: Peter Bisping)

"Die anhaltend guten Zahlen zeigen, dass wir attraktiv fr neue Mitglieder sind. Mit 13.400 Neuaufnahmen haben wir im vergangenen Jahr ein absolutes Rekordniveau erreicht", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Kste. "In der Tarifrunde zur Arbeitszeit in der Metall- und Elektroindustrie sowie in zahlreichen betrieblichen Auseinandersetzungen auch in anderen Branchen wie der Textil- und Bekleidungsindustrie und dem Handwerk haben wir die Themen der Beschftigten aufgegriffen und viele von ihnen als neue Mitglieder gewonnen. Nur mit einer starken Mitgliederbasis im Betrieb lassen sich Tarifvertrge und andere Verbesserungen fr die Arbeitnehmer durchsetzen", so der IG Metall-Bezirksleiter.

Weiterhin gro ist das Interesse der Beschftigten in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie, statt dem tariflichen Zusatzgeld, das es in diesem Jahr erstmals gibt, acht zustzliche freie Tage in Anspruch zu nehmen. Nach den Rckmeldungen aus den Geschftsstellen wollen mehr als 16.000 Beschftigte im Bezirk Kste, die Kinder betreuen, Angehrige pflegen oder in Schicht arbeiten, diese im Tarifabschluss vom Februar 2018 vereinbarte Wahlmglichkeit nutzen. "Die Umsetzung in den Betrieben luft gut. Wir gehen davon aus, dass weit mehr als 90 Prozent der Antrge genehmigt werden. Die Ablehnungen gehen meist auf formale Grnde zurck, weil die Beschftigten bestimmte Anspruchskriterien nicht erfllen", erluterte Geiken.

Schwerpunkt der Gewerkschaft in diesem Jahr ist die Transformation. Mit einer breit angelegten Befragung soll eine Diskussion in den Betrieben ber die Vernderungen durch die Digitalisierung und Elektromobilitt und die Folgen fr die Beschftigten angestoen werden. "Wir mssen alles dafr tun, dass wir Wertschpfungsketten und Industriearbeitspltze in Deutschland erhalten und die Beschftigten bei den tiefgreifenden Vernderungsprozessen mitgenommen werden", erklrte Geiken. "Besonderes Augenmerk gilt Ostfriesland. Die Region ist mit der Umstellung des VW-Werks in Emden auf Elektromobilitt und den Entlassungen in der Windkraftindustrie stark betroffen."

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