Beschäftigte legen eine Stunde die Arbeit nieder

Information der Frühschicht im Rahmen eines Warnstreiks über die Tarifrunde bei Dräger in Lübeck

(18.03.2021)

Nachdem die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag im Bezirk Küste bisher leider erfolglos verlaufen sind, rief die IG Metall die Beschäftigten der Frühschicht bei Dräger von 6:00 bis 7:00 Uhr zu einer Informations- und Warnstreikaktion auf. Wir haben die Erwartung an die Arbeitgeberseite und Nordmetall, dass heute bei der fünften Verhandlungsrunde in Bremen eine Bewegung auch beim Entgelt sichtbar sein muss, erklärte Christian Fischer, Betriebsratsvorsitzender bei Dräger.

Die IG Metall strebt einen tariflichen Rahmen an, der ein Entgeltvolumen umfasst, das zur Erhöhung der Einkommen und in Betrieben mit Beschäftigungsproblemen zum Ausgleich von Einkommensverlusten beiträgt, wenn dort Arbeitszeit reduziert wird, etwa in Form der 4-Tage-Woche.

„Mit Zukunftstarifverträgen wollen wir passgenaue betriebliche Lösungen finden, um Standorte, Beschäftigung und Qualifizierung zu erhalten“, erklärte Brit Mutschler, Mitglied der Vertrauenskörperleitung der IG Metall bei Dräger. "Bei Dräger haben wir damit gute Erfahrungen gesammelt und erklären uns solidarisch mit den Betrieben, die jetzt von der Krise besonders hart betroffen sind."