Bezirksleiter Friedrich: "Die Struktur des Unternehmens mit drei funktionsfähigen Werften in Rostock, Stralsund und Wismar wird vorerst gesichert."

MV Werften: IG Metall Küste begrüßt Ankündigung für weitere Unterstützungen und fordert langfristige Perspektive

(26.05.2021) Die IG Metall Küste hat die Ankündigung der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern begrüßt, dass die MV Werften weitere 300 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) des Bundes bekommen sollen. "Wenn jetzt alle dem Finanzpaket zustimmen, wird die Struktur des Unternehmens mit drei funktions-fähigen Werften in Rostock, Stralsund und Wismar vorerst gesichert", sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste. "Allein der Weiterbau der beiden Schiffe Endeavor 1 und Global 1 lastet die Standorte allerdings nicht aus. Für eine langfristige Perspektive sind weitere Aufträge wie Endeavor 2 und Global 2 oder neue Geschäftsfelder entscheidend."

Mit einer finalen Zusage über weitere Mittel aus dem WSF wird der vom Unternehmen geplante Personalabbau konkret. "In monatelangen Verhandlungen ist es uns gelungen, mehr Arbeitsplätze – etwa durch eine Verlängerung der Kurzarbeit – zu erhalten. In einem ersten Schritt müssen noch immer insgesamt etwa 650 Mitarbeiter an allen drei Standorten gehen – allerdings nicht 1200, wie die Geschäftsführung zunächst angekündigt hatte", so IG Metall-Bezirksleiter Friedrich. "Für die von Kündigung bedrohten Mitarbeiter haben wir Transfergesellschaften durchgesetzt, in denen diese für neue Aufgaben qualifiziert und vor der direkten Arbeitslosigkeit geschützt werden."

Nach Ansicht der IG Metall muss es in den weiteren Verhandlungen auch um die Zukunft der Lloyd Werft in Bremerhaven gehen, die ebenfalls zu den MV Werften gehört. "Die Kolleginnen und Kollegen an der Weser drängen zu Recht auf einen Verkauf, weil ihnen sonst die Schließung zum Ende des Jahres droht."